Früher, lange vor dem Bau des Parks am Gleisdreieck, parkten an diesem Wendekreis die Gärtner ihre Autos. Die Schotterflächen am Gartenzaun der Parzelle 28f waren in der Zwischenzeit auch mal Abladeplatz für Grünschnitt. Als dieser verottet war, bot es sich an, die neu gewonnene Erde zu verteilen und in ein Beet zu verwandeln, das sich nun organisch um den Garten schmiegt.
Im Frühjahr werden hier immer wieder verschiedene Wildblumenmischungen ausgebracht, mit Stauden ergänzt. Hier wachsen unter anderem Nachtkerzen, Eselsdistel, Alant, Nachtviole, Akelei, Mohn, Wilde Karde, Johanniskraut, Bart- und andere Nelken, Ginster, Perovskie, Wildrosen und fette Henne. Immer wieder werden die Beete auch mal ganz umgegraben, um Gräser, Brennesseln, Fünf-Finger-Kraut und Schlingpflanzen wie Jungfernrebe oder Brombeere zu reduzieren, die sonst das Regime übernehmen würden. Das Summen der Wild- und Honigbienen untermalt den stillen Flug der Falter, die den neu gewonnenen Lebensraum annehmen.
Von Herbst bis Frühling bleiben die abgestorbenen Stängel stehen und bieten verschiedenen Insekten einen Ort zum Überwintern.
In den kommenden Jahren sollen die angrenzenden Allgemeinflächen – wie zum Beispiel der kleine Hügel am Wendekreis – ebenfalls begrünt und mit unterschiedlichen Angeboten für Wildtiere aufgewertet werden.
(text & fotos: avl)
Standort und Weg zur nächsten Station
Die Bienenweide befindet sich am Südende der Kolonie an einem Wendekreis und neben der Parzelle mit dem Gewächshaus entlang des breiten Weges, der wieder nach Norden führt.
Der #6 Speierling wächst ca. 20m weiter Richtung Norden am linken Wegrand. Lernen Sie hier einen ganz besonderen Baum kennen.
